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31. Mai 2012

Tools für Selbständige

Ein wachsendes Phänomen, das besonders auch für uns Selbständige relevant ist: Zur Bewältigung des Arbeitsalltags und den damit verbundenen Anforderungen gibt es immer mehr Tools im Netz. Wir äußern ein paar Gedanken dazu und stellen einige unserer Favoriten vor.

Dem Thema "Tools für Selbständige" widmet sich zudem unser Blogsommer 2012.

Den komplexen Arbeitsalltag in den Griff bekommen

Selbständige sind besonders stark damit konfrontiert, dass ihr Arbeitsalltag von diversen Projekten und komplexen Anforderungen geprägt ist: Man muss sich auf unterschiedliche Kunden, Aufträge und Fragestellungen konzentrieren – und ist gleichzeitig dazu angehalten, organisatorische Aspekte des selbständigen Arbeitens im Griff zu haben. Projektmanagement, Dokumente verwalten und teilen, auf verschiedenen Kanälen kommunizieren, Angebote schreiben, Zeiten erfassen, Rechnungen legen, Arbeitsschritte dokumentieren, Notizen ordnen, Finanzen kontrollieren und planen, die Buchhaltung erledigen und noch vieles mehr...

Für solche organisatorischen Anforderungen entstehen immer mehr Tools im Netz – warum?
Weil sie erfolgreich sind und immer erfolgreicher werden.

Die Dinosaurier sterben aus

Im Bereich der Software sterben Komplettlösungen aus: Programme, die versuchen verschiedenste Zwecke zu erfüllen und unterschiedlichste Funktionen in sich vereinen wollen, verlieren ebenso Bedeutung wie Nutzer. Durch ihren alleskönnerischen Anspruch sind sie meist kompliziert, aufgrund ihres Umfangs entwickeln sie sich nur behäbig weiter und können sich so nicht schnell genug den dynamischen Anforderungen von Nutzungsbedürfnissen und -verhalten anpassen. Zudem sind sie meist sehr kostspielig.

Klein, aber fein

Der Trend geht in Richtung kleiner, auf spezifische Probleme fokussierter Tools.

Solche Tools konzentrieren sich jeweils auf einen bestimmten Zweck: Ihr Anliegen ist es, diesen möglichst gut zu erfüllen – nicht mehr und nicht weniger. Die besten Lösungen entspringen in diesem Zusammenhang einem originären Bedürfnis ihrer Urheber: Diese vermissen eine Applikation, die einer speziellen Anforderung entspricht, entwickeln darauf hin gleich selbst eine Lösung und publizieren sie im Wissen, dass sie nicht die Einzigen sind, die mit dem jeweiligen Problem konfrontiert sind.

Aufgrund ihres Fokus auf dezidierte Anforderungen sind solche Applikationen in der Lage, zweckgerechtere Lösungen zu liefern als die dicken Alleskönner. Sie passen sich schnell an neue Gegebenheiten an, erfüllen in puncto Technik und Design den Status quo oder sind daran beteiligt, diesen neu zu definieren. Sie sind meistens recht günstig, wenn nicht sogar kostenlos verfügbar und zeichnen sich durch hohe Netzaffinität aus.

In the Cloud

Nicht zufällig existieren diese flexiblen, kleinen Tools oft im Internet: Das ist einerseits auf die verhältnismäßig einfachen Produktions- und Distributionsmöglichkeiten zurückzuführen – und andererseits darauf, dass das Internet immer noch zunehmend zur Schnittstelle zwischen Arbeits- und Lebenswelt wird. Egal ob privat oder beruflich, jeder von uns verbringt Zeit im Netz – das Netz ist nicht länger ein isolierter Raum, sondern ein integrierter. Um es marketingfuzzimäßig auszudrücken: Netzbasierte Applikationen holen die Menschen dort ab, wo sie sich aufhalten. Wir benutzen (mittlerweile selbstverständliche) Dinge wie Online-Banking, suchen Immobilien, wir lesen Zeitungen, kaufen ein auf Amazon, Ebay und wesentlich kleineren Onlineshops; wir checken unsere E-Mails im Netz, wir facebooken und twittern, wir stellen unsere Fotos auf Flickr und haben unsere Musiksammlung in der iCloud. Auch wenn wir nicht jedes der genannten Features nutzen – wir sind jedenfalls im Netz.

Gegenüber von Desktoplösungen gibt es zwei weitere Vorteile von netzbasierten Lösungen. Der erste entspricht ebenfalls dem Zeitgeist der Verschränkung von Lebens- und Arbeitswelt: Netzbasierte Applikationen sind von überall und jederzeit zugänglich und oft auf verschiedenen Endgeräten verfügbar. Das Teilen von Inhalten, die Bearbeitung durch mehrere Benutzer ist gang und gäbe – und netzbasierte Applikationen und Daten sind sicherer, als jene, die auf dem eigenen Computer gespeichert sind. Der zweite Vorteil besteht darin, dass netzbasierte Tools relativ einfach mit anderen netzbasierten Tools verbunden werden können. Beispielsweise kann so ein Tool zur Zeiterfassung mit einem Tool zur Rechnungslegung verknüpft werden.

Das schafft einen hohen Grad an Flexibilität für Nutzer, der gerade für uns Selbständige wichtig ist: Man kann aus der Vielzahl an Tools nur jene verwenden, die den Anforderungen des eigenen Arbeitsalltags am besten entsprechen. So stellt man sich einen Cluster an Applikationen zusammen, der individuelle Bedürfnisse wesentlich besser befriedigt als solitäre Lösungen, die alles können/wollen, auf unterschiedliche Bedürfnisse aber wenig Rücksicht nehmen.

Wir arbeiten mit dem Netz

Wir von bookamat nutzen das Internet täglich und mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten, die es bietet. Wir leiten unsere Mails auf Gmail zusammen, wir nutzen Google Docs, um Dokumente anzulegen, zu teilen, gemeinsam zu bearbeiten. Wir verwenden Github zur Versionskontrolle: Um unsere Projekte zu entwickeln, Arbeitsschritte zu dokumentieren, Vorschläge von Usern zu sammeln und koordiniert zu bearbeiten. Wir versenden Newsletter mit Campaignmonitor, kommunizieren über Facebook und Twitter usw.

Wir nutzen eine Vielzahl an netzbasierten Applikationen, um unseren Arbeitsalltag zu organisieren. Wir probieren laufend neue Tools aus, streichen jene, die wir nicht mehr benötigen und passen so die softwaretechnischen Möglichkeiten unseren Bedürfnissen an – und nicht umgekehrt unsere Bedürfnisse an verfügbare Software. 

In vielen Aspekten unseres Arbeitsalltags sind wir auf das Internet angewiesen – die Verlagerung von Aufgabenstellungen in das Netz, der Rückgriff auf netzbasierte Applikationen scheint hier nur logisch. Wir arbeiten nicht nur im und für das Internet, sondern mit dem Internet.

Deswegen gibt es bookamat

Wir haben angefangen bookamat zu entwickeln, da wir als Selbständige auf der Suche nach einer Applikation waren, um unsere Buchhaltung zu erledigen.

Keines der vorhandenen Tools hat unserem Bedürfnis nach einer einfachen Möglichkeit entsprochen, die überschaubare Anzahl von Einnahmen und Ausgaben pro Monat selbst erfassen und auswerten zu können – alle verfügbaren Tools waren uns zu kompliziert, zu umfangreich, zu schlecht gestaltet und teils auch zu teuer.

So haben wir einfach selbst begonnen ein Tool zu entwickeln, das speziell auf die Anforderungen der Buchhaltung von Selbständigen zugeschnitten ist: Einfach, übersichtlich, auch ohne weitreichende Vorkenntnisse nutzbar – ein Tool das man gerne verwendet, weil es nicht überfordert sondern unterstützt.

Unsere Applikation ist gewachsen, hat sich immer wieder verändert, wurde solange adaptiert, bis sie den Anforderungen entsprochen hat. Nachdem wir bookamat bereits längere Zeit für unsere Buchhaltung verwendet haben und mit dem Resultat zufrieden waren, haben wir beschlossen, bookamat als netzbasiertes Tool öffentlich zugänglich zu machen.

Du kannst unser Tool einfach ausprobieren: Registriere dich und teste bookamat 30 Tage lang völlig unverbindlich und kostenlos.

Tools die wir nutzen oder empfehlen können

Im Folgenden eine Auflistung von Tools, die wir selbst nutzen oder die wir dir empfehlen wollen:

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